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von Michael Flanagan - Product Manager Am Mai 7, 2020, 03:00

Einfluss von Windfestigkeits-Anforderungen auf Konstruktion und sichere Nutzung von Scherenarbeitsbühnen

Industrienormen, die die Konstruktion, Fertigung und Nutzung von Geräten der Höhenzugangstechnik regeln, müssen angesichts neu aufkommender Technologien und bewährter Praktiken von Zeit zu Zeit auf den Prüfstand. Häufig beinhaltet ein solches Überarbeitungsverfahren auch eine Überprüfung regionaler Normen, die ebenfalls für die betroffenen Produkte gelten. Dieses Verfahren erfolgt im Frühjahr 2020 in Nordamerika mit der Überprüfung der Normen ANSI A92 (USA) und CSA B354 (Kanada). Die Vorgängerversionen der nordamerikanischen Normen basierten auf einem repräsentativen Prüfplan, während die europäische Norm ein stärker regulierendes Verfahren verwendet, bei dem eine Konstruktion auf bestimmte Bedingungen hin getestet wird. Beide haben stets einheitlichen Maßstäbe für die Konstruktion sicherer Maschinen bereitgestellt.

Da Normen ein Sicherheitsniveau für alle Marktteilnehmer festlegen sollen, bestand das Ergebnis dieser Überprüfung und Überarbeitung in den USA und Kanada darin, dass die Normen für Nordamerika – und weitere Regionen, in denen die ANSI/CAS-Richtlinien gelten, darunter zahlreiche Länder in der Asien/Pazifik-Region – jetzt stärker an die ISO-Normen angeglichen sind, die globale Märkte wie Europa, Australien und China regeln.

Die heutigen ISO-Normen, die im Einklang mit regionalen Normen stehen, wie die ANSI A92 in den USA, die AS 1418.10 in Australien, die CSA B354 in Kanada und die EN280 in Europa, betreffen im Besonderen die Windfestigkeit, Chassis-Neigung undHow Wind Rating Requirements Impact Scissor Lift Design and Safe Use Tragfähigkeit dieses Typus mobiler Arbeitsbühnen. Um die Windfestigkeits-Anforderungen der ISO-Normen zu erfüllen, werden Scherenarbeitsbühnen entweder für den Inneneinsatz (0 m/s Wind) oder den Außeneinsatz (bis 12,5 m/s Wind) eingestuft. Diese Einteilung basiert darauf, wie die Normen den Einfluss von Wind auf diese Maschinen bewerten.

Hersteller mobiler Arbeitsbühnen wie Genie haben ihre Scherenarbeitsbühnen so konzipiert, dass sie überall eingesetzt werden können, solange die Plattform bei Windgeschwindigkeiten über 12,5 m/s nicht angehoben wird. Tatsächlich hat Genie den Nutzern darüber hinaus empfohlen, die Plattform bei Windgeschwindigkeiten über 12,5 m/s sofort abzusenken und den Betrieb solange einzustellen, bis der Wind wieder unter diesem Grenzwert liegt. Genie hat zudem darauf hingewiesen, dass bei starkem oder böigem Wind auf eine Nutzung der Maschine zu verzichten ist, und dass die Fläche der Plattform oder die Last nicht vergrößert werden dürfen, da eine größere Wind-Angriffsfläche die Standfestigkeit der Maschine beeinträchtigen würde.

Die vorherigen Versionen der ANSI- und CSA-Normen unterschieden nicht zwischen Innen- und Außeneinsätzen von Scherenarbeitsbühnen, während die Norm EN280 diese Unterscheidung seit jeher macht. In Märkten wie Europa, wo diese Bestimmungen seit mehreren Jahren gelten, hat sich gezeigt, dass gemischte Flotten von Arbeitsbühnen für den reinen Innen- oder Außeneinsatz sowohl für die Teams der Maschinenvermieter als auch für deren Kunden extrem verwirrend sein können. Um mehr Klarheit und Produktivität zu schaffen, hat Genie die ISO-Normen sowie die überarbeiteten ANSI/CSA-Normen mit Scherenarbeitsbühnen umgesetzt, die für sichere Innen- und Außeneinsätze konzipiert sind, indem sie einen „Zweizonen-Betrieb“ erlauben.

Auf Grundlage eines berechnungsbasierten Ansatzes geben die ISO-Normen heute an, dass die Nutzung von Scherenarbeitsbühnen in geschlossenen Räumen bzw. in Außenbereichen von mehreren Faktoren abhängt, darunter die seitlich wirkenden Kräfte, Chassis-Neigung, Windstärke und Plattform-Lasterfassung.

Entsprechend diesen globalen Normen bestehen nun Vorschriften, die besagen, dass mobile Arbeitsbühnen nur in Innenräumen eingesetzt werden dürfen, wo sie keinen Windlasten ausgesetzt sind. Diese Bestimmungen erlauben die Entwicklung, kleinerer, leichterer Arbeitsbühnen mit einer Zulassung ausschließlich für den Inneneinsatz. Somit unterliegen diese Maschinen nicht den üblichen Einschränkungen, die für mobile Arbeitsbühnen im Außeneinsatz gelten. Diese Vorschrift wirkt sich naturgemäß am stärksten auf kleine, transportable Maschinen sowie kompakte Scherenarbeitsbühnen aus.

Während reine Innenraum-Arbeitsbühnen zwar besonders leicht konzipiert werden können, ist ihr Einsatz auf Bereiche ohne Windeinfluss beschränkt, was das Management von Mietflotten verkomplizieren kann. Für den Außeneinsatz zugelassene Maschinen werden für den Einsatz unter gemäß den ISO-Normen begrenzten Windbedingungen konstruiert. Als Konsequenz dieser Anforderungen müssen Maschinenvermieter entscheiden, wie sich ihre Flotte aus Arbeitsbühnen für Innen- und Außeneinsätze zusammensetzen soll.

Demgegenüber beseitigt die Einführung des Zweizonen-Betriebs diese Problematik einer Mietflotte von Scherenarbeitsbühnen für den reinen Inneneinsatz. Ebenso verringert sich die Beeinträchtigung der Maschinenleistung, wie Steigfähigkeit und Laufzeit, während sich durch die reduzierte Bodenbelastung dank geringerem Gewicht ein verbesserter Zugang zum Einsatzort ergibt.

Die Genie Scherenarbeitsbühnen mit Zweizonen-Betrieb gemäß ISO-Norm werden ab 2020 weltweit verfügbar sein.